Fyre Festival 2: Neue Details zum Comeback des Shitshow-Festivals
Es klingt wie ein schlechter Witz, doch Billy McFarland macht ernst: Das Fyre Festival kehrt zurück.

Schlechter Ruf hin oder her: Das Fyre Festival soll in die nächste Runde gehen. Der umstrittene Veranstalter hat neue Details zur zweiten Ausgabe des Fyre Festivals bekannt gegeben, darunter Datum, Ort und Ticketpreise.
Nachdem das Event ursprünglich vom 25. bis 28. April angesetzt war, wurde es nun auf den 30. Mai bis 2. Juni verschoben. Laut McFarland, der kürzlich in der US-Show „Today“ sprach, benötige sein Team „einen weiteren Monat, um alles vorzubereiten“. Austragungsort ist dieses Mal die mexikanische Insel Isla Mujeres in Quintana Roo.
Noch keine Acts, aber jede Menge Versprechungen
Die größte offene Frage bleibt das Line-up. McFarland hält sich mit Namen bedeckt, verspricht jedoch ein vielseitiges Programm mit Künstlern aus den Bereichen Elektro, Hip-Hop, Pop und Rock. Doch nicht nur Musik soll das Festival bestimmen: „Vielleicht haben wir einen Profi-Skateboarder für eine Demonstration oder einen MMA-Champion, der morgens Techniken beibringt,“ so McFarland.
Das kosten die Tickets
Die Tickets sind bereits erhältlich und reichen von 1.400 US-Dollar für das „Ignite“-General-Access-Ticket bis zu 25.000 US-Dollar für das „Phoenix“-Artist-Access-Ticket. Doch der größte Aufreger ist das „Prometheus“-Paket für satte 1,1 Millionen Dollar, das acht Personen Zugang zu Luxus-Yachten und einem Abenteuer-Programm inklusive Tauchen mit McFarland bieten soll. Die ersten Tickets seien den Veranstaltern zufolge bereits ausverkauft.
Fyre Festival war ein historisches Desaster
Ein Blick zurück: Das erste Fyre Festival 2017 ging als eines der größten Festival-Debakel in die Geschichte ein. Statt luxuriöser Unterkünfte und Weltstars erwarteten die Besucher halbfertige Zelte, ungenießbares Essen und eine chaotische Organisation. Was als glamouröses Influencer-Event auf den Bahamas beworben wurde, endete als absolute Shitshow.
Die Katastrophe wurde auch in den Dokumentationen „Fyre: The Greatest Party That Never Happened“ (Netflix) und „Fyre Fraud“ (Hulu) ausführlich aufgearbeitet.
Haftstrafe wegen Betrugs ist schon abgesessen
Billy McFarland wurde nach dem ersten Fyre Festival wegen Betrugs verurteilt. Er bekannte sich 2018 in mehreren Fällen schuldig, nachdem sich herausgestellt hatte, dass das ursprüngliche Fyre Festival 2017 ein groß angelegter Scam war. Er hatte Investoren und Ticketkäufer mit falschen Versprechungen getäuscht und sich insgesamt rund 26 Millionen US-Dollar erschlichen.
Dafür wurde er zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Nach nur vier Jahren wurde er jedoch im Mai 2022 vorzeitig aus der Haft entlassen. Trotz seiner kriminellen Vergangenheit versucht er nun, Fyre Festival 2 auf die Beine zu stellen – was für viele ein mehr als fragwürdiges Unterfangen ist. Er behauptet allerdings, sich aus der Logistik des neuen Festivals zurückgezogen zu haben und mit der mexikanischen Event-Agentur LostNights zusammenzuarbeiten. Auch der Ticketanbieter Soldout.com ist involviert und verspricht eine 100-prozentige Rückerstattung, sollte das Festival ausfallen. Doch ausgefallen ist es auch beim ersten Mal nicht – damals bekamen die Promis und Influencer nur eben nicht das, was sie sich unter einem Luxus-Event versprochen hatten.