Janelle Monáe disst Nelly wegen Trump-Live-Support: „Fuck you!“

Bei einer Grammy-Feier hatte Janelle Monáe einige sehr deutliche Worte zu Nelly zu sagen.


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Bei einer Grammy-Aftershow übernahm Janelle Monáe mit einer Performance die Bühne und nutzte die Chance, um Rapper Nelly ihre Meinung zu dessen Auftritt bei Donald Trumps Amtseinführung zu vermitteln.

Der Beat zu Nellys Hitsong „Hot In Herre“ ertönte, als Monáe das Mikrofon bei der Afterparty nach den Grammy-Awards ansetzte. Doch anstatt die altbekannten Lyrics „I was like, good gracious ass bodacious/ Flirtatcious, tryin to show faces“ zu trällern, rappte der 39-jährige Artist seine ganz eigene Version für die tanzende Menge vor sich.

„Ich sorge mich um schwule Menschen“

„Fuck you, Nelly“ hieß es von Monáe. Und dann weiter: „Früher mochte ich Nelly, aber dann ist er für Donald Trump aufgetreten. Ich sorge mich um Frauen, ich sorge mich um Hispanics, ich sorge mich um Spanier. Ich sorge mich um Mexikaner, ich sorge mich um schwule Menschen. Du hast dich verkauft. Ich dachte immer, du wärst cool. Aber jetzt siehst du aus wie ein verdammter Idiot.“

Janelle Monáe war auch danach noch nicht fertig mit dem Anti-Nelly-Vers und schob hinterher: „Fuck you! Ich bin vielleicht ein bisschen beschwipst, aber ich weiß noch alles, was ich sage, verdammt noch mal. Fuck you, Nelly!“

Mitschnitt des Live-Diss-Moments:

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„Ich mache das nicht für Geld“

Zum Hintergrund: Trump wurde am Montag, den 20. Januar, in das Amt des 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten erhoben. Bei der Zeremonie im Weißen Haus traten auch Nelly und Carrie Underwood live auf. Nach den umstrittenen Gigs empörten sich viele; die Streaming-Zahlen der Artists sanken laut „Luminate“ und „Billboard“. Unterwoods Song-Klicks fielen dabei um rund sechs Prozent, während Nellys Streams innerhalb einer Woche von 1,63 Millionen auf 1,54 Millionen abstiegen.

Nelly wandte sich in einem Statement an die Öffentlichkeit und versuchte, seinen Auftritt bei der Amtseinführung im Gespräch bei „Willie D Live“ so zu rechtfertigen: „Ich wusste nicht, dass ich mit deinen politischen Entscheidungen einverstanden sein muss. Wenn du das tust, was ich tue, sollte das nicht einmal ein Argument sein. Er ist der Präsident. Er hat gewonnen“, setzte der 50-Jährige an. Und: „Ich mache das nicht für Geld. Ich tue es, weil es eine Ehre ist. Ich respektiere das Amt. Es spielt keine Rolle, wer im Amt ist.“