Lizzo zu Kritik an ihrer Musik: „Ihr wollt nur hassen“

Die Sängerin vergleicht die Situation mit der von anderen Schwarzen Künstlerinnen.


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Fast drei Jahre hat es gedauert, bis Lizzo nach ihrem Album SPECIAL Neues veröffentlicht hat. Am 13. März erschien nun die frische Single „Still Bad“. Seitdem muss die Sängerin sich eine Menge Kritik über ihre Musik anhören. In einer Reihe von Posts auf „X“ schlägt sie jedoch zurück.

„Ihr wollt nicht zuhören“

Was ihr anscheinend immer wieder vorgeworfen wird, seitdem der neue Track draußen ist: Ihre Musik sei „zu optimistisch“.

Ihr Statement dazu: „Ich denke, eine Schwarze Frau zu sehen und zu hören, die echte Musik mit radikaler Freude macht, löst bei den Menschen Unglück aus … Aber ich trete in die Fußstapfen von Janet, von Funkadelic, von Earth Wind and Fire … Niemand macht es für uns so wie ich. Und dazu stehe ich“, schreibt die 36-Jährige.

Weiter heißt es in ihren Statements: „Stell dir vor, du hörst ‚say it loud I’m black and I’m proud‘ und du sagst, es sei zu optimistisch 😂 Stell dir vor, du hörst ‚hey yah‘ und du sagst, es sei zu poppig … Was sagt André? Ihr wollt nicht zuhören, ihr wollt nur hassen 🤪.“ Damit verweist sie auf André 3000, der als eine Hälfte des HipHop-Duos OutKast bekannt ist.

In folgenden Posts bezieht sich Lizzo auf weitere Schwarze Künstler:innen aus den USA. Darunter Aretha Franklin und Whitney Houston: „Aretha und Whitney bekamen Gegenwind, weil sie ‚zu poppig‘ waren, und sie machten weiter … Und das werde ich auch tun.“ Etwas später schreibt sie: „Die Art und Weise, wie diese Welt Schwarze Frauen behandelt, ist widerlich … Janet steht auf der schwarzen Liste und jetzt, 20 Jahre später, nennt ihr ihre Musik ‚cute black girl bops‘ und schenkt ihr Blumen…“

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Auf keinen Fall unterkriegen lassen

Hass und Kritik sind für Lizzo nichts Neues. Des Öfteren steht dabei jedoch nicht nur ihre Musik, sondern auch ihr Aussehen im Mittelpunkt. Erst vergangenen September gab es im Internet zahlreiche Diskussionen darüber, ob die Künstlerin nach äußerlichen Veränderungen Drogen konsumieren oder Abnehmspritzen nutzen würde. Auch dazu hat Lizzo in ihrer aktuellen Post-Reihe erneut etwas zu sagen: „Ich habe keine Loyalität zum Hass – bist du sauer, weil ich abgenommen habe? Bleib sauer. Du bist verbittert, dass ich Hits mache? Bleib verbittert. Ich bin nur der Liebe und echten Menschen gegenüber loyal, nicht den Clickbait-Kreaturen 😂.“

Letztendlich beendet sie ihre Statements, indem sie die Menschen dazu ermutigt, sich nicht vom Internet unterkriegen zu lassen. Man solle an die frische Luft gehen, damit „dieser Internet-Scheiß“ einen nicht kaputtmacht. 

Neuer Breakup-Song mit der Welt

Der neue Song „Still Bad“ ist die erste Singleauskopplung ihres anstehenden Albums LOVE IN REAL LIFE, das später in diesem Jahr erscheinen soll. Einen konkreten Release-Termin gibt es jedoch noch nicht. Auf „X“ erklärt sie, dass es sich um einen Breakup-Song mit der Welt handelt. „Es beginnt buchstäblich damit, dass ich sage: ‚Ich werde mein Handy wegwerfen‘, es ist ein Aufruf zum Handeln für die Negativität, die wir auf unseren Handys erleben, und wie wir uns ablenken und neu ausrichten müssen“, so Lizzo am 17. März. 

Hier „Still Bad“ hören:

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Lizzos juristischen Probleme

Diese Botschaften kamen nach dem Abblitzen ihrer Bitte im August 2024, eine bevorstehende Klage wegen sexueller Belästigung und Diskriminierung fallen zu lassen. Im August 2023 war sie beschuldigt worden, ein feindliches Arbeitsumfeld geschaffen und sexuelle Belästigung in einem Stripclub in Amsterdam ermöglicht zu haben. Die US-Amerikanerin wies die Vorwürfe als „falsch“ zurück. In den folgenden Monaten wurden zusätzliche Klagen von ehemaligen Tänzern und einem früheren Friseur von Lizzo eingereicht, die im Folgenden vor Gericht verhandelt werden müssen.

Im August 2023 reichten drei ehemalige Tour-Tänzer:innen eine Klage gegen Lizzo ein, in der sie sexuelle Übergriffe und feindliche Arbeitsbedingungen anprangerten. Lizzo bezeichnete die Vorwürfe als „sensationalisierte Geschichten“. Im März 2024 stellte man die Klage ein, während die Berufungen geprüft wurden.